Ansicht | DGzRS Die Seenotretter

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09.04.2018

Wenn „Engel“ reisen

Bei strahlendem Sonnenschein ist SRB 76 zur Freiwilligen-Station Maasholm aufgebrochen – allerdings nicht auf eigenem Kiel, sondern Huckepack auf einem Tieflader. Dieser brachte das Seenotrettungsboot über den Landweg an die Schlei. Dort testen die Seenotretter den Prototypen intensiv auf Herz und Nieren.

Auf der finnischen Spezialwerft Arctic Airboats entstand das knapp neun Meter lange, 3,10 Meter breite und nur 65 Zentimeter tiefgehende Vollkunststoffboot aus äußerst robustem Polyethylen (High Molecular Weight Polyethylen). Es verfügt über je zwei 200-PS-Außenbordmotoren. Die Manövrierfähigkeit der etwa 36 Knoten (ca. 66 km/h) schnellen Einheit ist vergleichbar mit Festrumpfschlauchbooten (Rigid Hull Inflatable Boats, RHIB).

Jedoch erreicht dieses sognannte Rigid Buoyancy Boat (RBB) seinen Auftrieb – wie der Name sagt – durch seinen starren leichten Rumpf selbst, ohne Schlauch. Dabei ist es deutlich robuster, wartungsärmer und nicht zuletzt geräumiger. Die Manövrierfähigkeit, das Schleppverhalten und die Stabilität des Vollkunststoffbootes sind außerordentlich gut, Sog und Wellenschlag gering. Der Prototyp mit Kajüte und halbgeschlossenem Deckshaus ersetzt das Seenotrettungsboot WUPPERTAL auf der Freiwilligen-Station Maasholm.

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