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16.05.2018

Unterricht mit Folgen: Schüler der Wolfhelm-Gesamtschule in Olfen übernehmen Projekt „Klasse Seenotretter!“

Im Fach Gesellschaftslehre hat sich die Klasse 6.2 der Wolfhelm-Gesamtschule der münsterländischen Stadt Olfen vor kurzem mit den verschiedenen Rettungsdiensten in Deutschland auseinandergesetzt. Das hatte Folgen: „Die Schülerinnen und Schüler waren von den Seenotrettern so begeistert, dass wir uns für das einjährige Projekt ‚Klasse Seenotretter!‘ beworben haben“, sagt Klassenlehrerin Eva Neumann. Mit Erfolg: Am Dienstag, 15. Mai 2018, übernahmen die Sechstklässler in einer offiziellen Feierstunde das Symbol des Schulprojekts der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) – einen ausgemusterten Rettungsring des Seenotrettungskreuzers NIS RANDERS.

Klassenlehrerin Eva Neumann (v. l.), Schülerin Mia Groß-Heitfeld, Schüler Sebastian Srol und Klassenlehrer Josef Müller mit dem ausgemusterten Rettungsring des Seenotrettungskreuzers NIS RANDERS – er ist das Symbol des DGzRS-Schulprojektes „Klasse Seenotretter!“: Foto: DGzRS – Die Seenotretter

„Meine Klasse findet es bewundernswert, dass sich die Seenotretter ausschließlich durch Spenden finanzieren und die Besatzungen unter großer eigener Gefahr Menschenleben retten“, betont Eva Neumann. „Daher finden wir es wichtig, dass die DGzRS im Binnenland noch bekannter wird – und wir möchten dazu einen Beitrag leisten.“

Die Klasse 6.2 ist Nachfolger der Nordlicht-Schule aus Rostock, die sich jahrgangsübergreifend zwölf Monate lang für die Seenotretter engagiert und im Unterricht auf vielfältige Weise mit der Arbeit der Besatzungen beschäftigt hatte.

Die Mädchen und Jungen aus Mecklenburg-Vorpommern warben mit großem Engagement und viel Spaß sehr erfolgreich für die Seenotretter. „Sie haben sich mächtig ins Zeug gelegt“, lobte DGzRS-Projektleiter Thorsten Neumann ihr Engagement bei der „Staffelübergabe“ in Olfen.

Bis zum Projektende sammelten sie bei unterschiedlichen Veranstaltungen wie einem Spendenlauf und einem Kuchenbasar mehr als 1.500 Euro. Mit dem Geld finanzierte die DGzRS unter anderem einen neuen Überlebensanzug. Die Spezialausrüstung dient einem Seenotretter zum persönlichen Schutz. Sie verhindert auch im Wasser über Stunden lebensgefährliche Unterkühlungen.

Auch die Schülerinnen und Schüler aus Olfen haben sich gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Eva Neumann und Josef Müller viel vorgenommen: „Wir wollen mit vielfältigen Aktion auf die wichtige Arbeit der Seenotretter aufmerksam machen“, sagt Eva Neumann. Dabei haben die Mädchen und Jungen stets eines im Blick: Geld für die Seenotretter zu sammeln. „Wir werden regelmäßig auf den Wochenmärkten in Olfen und Datteln präsent sein und möglichst viele Sammelschiffchen der Seenotretter in verschiedenen Geschäften in Olfen aufstellen. Außerdem planen wir gemeinsam mit Partnern einen Aktionstag in Datteln und im Dezember einen Informationsstand beim Tag der offenen Tür unserer Schule“, zählt Eva Neumann einige Vorhaben auf.

Ein immer widerkehrendes Element bei den Aktionen wird das Symbol für das Schulprojekt „Klasse Seenotretter!“ sein: ein ausgemusterter Rettungsring des Seenotrettungskreuzers NIS RANDERS der DGzRS-Station Maasholm. Das Spezialschiff ist benannt nach dem Urtyp des Seenotretters aus der gleichnamigen Ballade von Otto Ernst, die oft auch Thema im Deutsch-Unterricht ist. Der Rettungsring begleitet die Sechstklässler ein Jahr lang bei ihrer Projektarbeit.

Zum Hintergrund: Wissenschaftler loben das DGzRS-Projekt „Klasse Seenotretter!“

Die DGzRS hat das Projekt „Klasse Seenotretter!“ 2003 ins Leben gerufen. Es ist eine Kooperation zwischen einer Schulklasse und dem Seenotrettungswerk. Die Schülerinnen und Schüler werben jeweils ein Jahr lang auf verschiedenen selbstgestalteten Veranstaltungen für die Arbeit der DGzRS und beschäftigen sich im Unterricht auf vielfältige Weise mit den Seenotrettern.

Der Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Koblenz-Landau hat das Projekt 2012/2013 wissenschaftlich begleitet. Untersucht wurden soziale Kompetenzen heterogener Lerngruppen. Eindeutiges Fazit: Das Projekt habe einen positiven Einfluss sowohl auf die einzelnen Kinder als auch auf die Klassengemeinschaft. Selbstwertgefühl, Verantwortungsbewusstsein und Durchhaltevermögen seien ebenso gestärkt worden wie Teambewusstsein und Gemeinschaftsgeist. Das bestärkt die Seenotretter, das Projekt auch in den kommenden Jahren fortzuführen.

Nähere Informationen für interessierte Schulen per Telefon unter +49 (0)421 · 53707 665 oder per E-Mail unter info@seenotretter.de.

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