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27.10.2018

Taufe des Ausbildungs- und Trainingsbootes MERVI

Das Ausbildungs- und Trainingsboot für die Ausbildungsstation Neustadt i.H. heißt jetzt MERVI. NDR-Moderatorin Mandy Schmidt taufte den Neubau mit der internen Bezeichnung SRB 72 am Samstag, 29. Oktober 2018 im Neustädter Hafen. Der Neubau wurde durch eine Spende der Deutschen Fernsehlotterie ermöglicht.



Drei Fragen an ...

Vormann Wolfgang Behnk, Ausbildungsstation Neustadt

Wie unterscheidet sich das Ausbildungs- und Trainingsboot von seinen Schwesterschiffen?
Die MERVI ist eines von zwölf Neubauten gleichen Typs. Allerdings wurde sie in einigen Punkten gegenüber den anderen Einheiten deutlich verändert. Wer sich das Boot von außen genau ansieht, dem fallen das zweite Radargerät und die zusätzliche Funkantenne auf. Beides ermöglicht unter Deck einen zusätzlichen und vollständigen Arbeitsplatz für einen dritten Lehrgangsteilnehmer. Dort funktionieren Kartenplotter, Radarmonitor und Sprechfunkverbindung unabhängig von den beiden Plätzen des Bootsführers und des Rudergängers. Dadurch sind wir in der Lage, drei Seenotretter gleichzeitig aus- und fortzubilden. Außerdem können wir den Fahrstand mit eingebauten Jalousien komplett abdunkeln, um Nebel- und Nachtfahrten zu trainieren. Ein weiterer Unterschied ist der komplette Steuerstand mit Fahrhebel, Radarmonitor und Kartenplotter für den Ausbilder. Ähnlich wie ein Fahrlehrer an Land kann er bei Bedarf jederzeit eingreifen und das Ruder übernehmen

Wie verbessert sich die Aus- und Fortbildung mit dem Neubau?
Dank der Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie haben wir jetzt ein Ausbildungs- und Trainingsboot auf dem neuesten Stand der Technik. Unsere Besatzungen können mit dem gleichen Material trainieren, das sie auch auf ihren Stationen vorfinden. Die MERVI sieht nicht nur genauso aus wie die baugleichen Seenotrettungsboote, Schalter, Knöpfe und Rettungsausrüstung befinden sich ebenfalls am gleichen Platz. Die Lehrgangsteilnehmer müssen sich also nicht erst an eine andere Rettungseinheit gewöhnen, sie fühlen sich sofort wie zu Hause, und können auf den Stationen das Gelernte eins zu eins umsetzen.

Waren Sie an der Planung und Umsetzung beteiligt?
Die Ausbilder Timo Jordt und Thomas Baumgärtel sowie ich selbst waren von Anfang an eingebunden – von der Planung über die Umsetzung bis zum Bau. Wir konnten jederzeit unsere Ideen und Wünsche einbringen. Mit dem verantwortlichen Inspektor Carl Göner standen wir im engen Austausch. Im ersten Schritt haben wir uns gemeinsam die HENRICH WUPPESAHL, den ersten der zwölf weiterentwickelten Neubauten, angesehen und überlegt, wie wir das Seenotrettungsboot an unsere speziellen Bedürfnisse anpassen können. Das Ergebnis war eine Zeichnung, die Carl Göner immer wieder modifiziert hat. Letztlich hat die Werft alles umgesetzt, was technisch möglich war. Jetzt haben wir ein fantastisches Ausbildungs- und Trainingsboot, das perfekt auf unsere Arbeit zugeschnitten ist.

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