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20.05.2010

Seenotretter zeichnen mutige Marinesoldaten aus

Bremen/Kiel – Für ihren mutigen und selbstlosen Einsatz zur Rettung von 26 Seeleuten unterschiedlicher Nationalitäten vor der Küste des Libanons hat die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) am 20. Mai 2010 in Kiel die Besat-zungen des Tenders „Mosel“ (5. Minensuchgeschwader) und des Minenjagdbootes „Laboe“ (3. Minensuchgeschwader) der Deutschen Marine mit der „Bronzenen Medaille für Rettung aus Seenot“ ausgezeichnet.

 Stellvertretend für die Besatzungen hat DGzRS-Vorsitzer Michael Grobien Medaillen und Urkunden an die beiden Kommandanten, Korvettenkapitän Michael Gierahn (38) und Kapitänleutnant Jens Geppert (36), überreicht. Die Auszeichnung fand an Bord des Tenders „Mosel“ statt.


Zu dem Seenotrettungseinsatz war es am Nachmittag des 17. Dezember 2009 im Mittelmeer gekommen. Elf Seemeilen westlich des libanesischen Hafens Tripoli war bei starken Winden von im Mittel 6 bft. (ca. 54 km/h Windgeschwindigkeit), drei bis vier Metern Seegang und schweren Gewitterschauern das unter Panama-Flagge fahrende Viehtransportschiff „ Danny F II“ mit über 80 Mann Besatzung gekentert.
Die beiden deutschen Marineschiffe, die sich im Rahmen d

es UNIFIL-Einsatzes vor Ort befanden und zum Zeitpunkt des Unglücks zum „Abwettern“ im Hafen von Beirut lagen, liefen nach Eingang des Notrufes sofort aus und trafen gegen 19 Uhr an der Unglücksstelle ein. In der Nacht und in den folgenden zwei Tagen konnten bei widrigen Verhältnissen 26 Schiffbrüchige gerettet werden. Unter Einsatz ihres Lebens sprangen die deutschen Marine-soldaten in die aufgewühlte See, um den teilweise durch Entkräftung und wegen des See-gangs hilflos treibenden Schiffbrüchigen zu Hilfe zu kommen. Sie wurden in Kletterrettungs-netze verbracht und anschließend an Bord geholt.


Hier wurden sie medizinisch versorgt und anschließend im Hafen von Tripoli an die libanesischen Behörden weitergeleitet. Für neun weitere Schiffbrüchige konnte bedauerlicherweise keine Hilfe mehr geleistet werden; sie wurden tot geborgen.


Die Such- und Rettungsmaßnahmen wurden am 20. Dezember, drei Tage nach dem Unglück, beendet.