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26.05.2018

Seenotretter tagen in Flensburg

Das aktuelle Neubauprogramm zur kontinuierlichen Modernisierung der Rettungsflotte und die Gewinnung neuer Spender sind die wichtigsten Themen auf einer Tagung der Seenotretter am Sonnabend, 26. Mai 2018, in Flensburg gewesen. Die Mitglieder des Beschlussfassenden Gremiums der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kamen erstmals in der 153-jährigen Geschichte der Seenotretter zu ihrer turnusgemäßen zweijährlichen Tagung an der Förde zusammen. Sie wählten zudem einen neuen stellvertretenden Vorsitzer in den dreiköpfigen ehrenamtlichen Vorstand.

Mitglieder des Beschlussfassenden Gremiums der Seenotretter bei ihrer turnusgemäßen zweijährlichen Tagung am 26. Mai 2018 in Flensburg vor dem Seenotrettungskreuzer BERLIN

Vorsitzer Gerhard Harder und sein Stellvertreter Ingo Kramer wurden in ihren Ämtern bestätigt. Der stellvertretende Vorsitzer Michael Schroiff schied nach Erreichen der Altersgrenze aus dem Vorstand aus. Der ehemalige geschäftsführende Gesellschafter der Unterweser-Reederei war acht Jahre lang stellvertretender Vorsitzer. Seit mehr als 30 Jahren ist er ehrenamtlich für die Seenotretter tätig. „Besonders beeindruckt haben mich stets das sehr hohe Engagement aller Beteiligten, deren Professionalität und die immer gegebene Bereitschaft zum Teamwork“, bedankte er sich bei den rund 80 Ordentlichen Mitgliedern aus allen Teilen Deutschlands.

Zum Nachfolger des 75-Jährigen wählte das Beschlussfassende Gremium Matthias Claussen (65) aus Bremen. Claussens Affinität zur See entwickelte sich bereits im Alter von 14 Jahren in den Reihen der Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“. Auf die Hilfe der Seenotretter war der Gesellschafter des Bremer Handelshauses C. Melchers & Co. auch selbst einmal angewiesen. „Ich freue mich sehr auf die spannende Aufgabe, die Seenotretter als Vorstandsmitglied vertreten zu dürfen“, sagte er nach seiner Wahl. Das Beschlussfassende Gremium ist gewissermaßen das Parlament der Seenotretter. Daneben gibt es einen Beirat. Alle Ämter sind ehrenamtlich besetzt.

Auf die Herausforderungen der Zukunft bereiten sich die Seenotretter unter anderem mit einem umfangreichen Neubauprogramm vor. Bis 2021 sollen ein 20-Meter-Seenotrettungskreuzer, zwei 28-Meter-Seenotrettungskreuzer und fünf 10,1-Meter-Seenotrettungsboote abgeliefert werden. Sie ersetzen Vorgänger, die jeweils seit rund 30 Jahren auf Nord- und Ostsee im harten Einsatz sind. Wie sie gebaut werden, ist online zu verfolgen: www.seenotretter.de/werfttagebuch.

Der ehrenamtliche Vorstand der Seenotretter: Vorsitzer Gerhard Harder (r.) und seine beiden Stellvertreter Ingo Kramer (l.) und Matthias Claussen (2. v. r.), den die Ordentlichen Mitglieder als Nachfolger des altersbedingt ausgeschiedenen Michael Schroiff hinzugewählt haben

„Ohne Deine Spende geht’s nicht“

Die Arbeit der Seenotretter wäre unmöglich ohne die Unterstützung der Spender und Förderer aus dem ganzen Land. Nach wie vor beansprucht die DGzRS keine Steuergelder. Um ihre Aufgabe auch zukünftig unabhängig und eigenverantwortlich erfüllen zu können, sind die Seenotretter auf Unterstützung aus allen Teilen der Bevölkerung angewiesen.

Um neue Spender zu gewinnen, wenden sie sich ab Mitte dieses Jahres unter dem Motto „Ohne Deine Spende geht’s nicht“ verstärkt an die Öffentlichkeit. „Damit unterstreichen wir den Teamgedanken zwischen unseren Besatzungen und unseren Spendern. Zusammen sind sie das #TeamSeenotretter“, erläutert Vorsitzer Gerhard Harder. Mit diesem Hashtag können sich alle Freunde und Förderer der Seenotretter in den Sozialen Medien zu ihrer Arbeit bekennen – zum Beispiel bei Postings zum Tag der Seenotretter. Er findet wie gewohnt am letzten Sonntag im Juli, in diesem Jahr am 29. Juli 2018, auf vielen Stationen an Nord- und Ostsee statt.

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