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08.06.2019

Seenotretter flaggen halbmast für ums Leben gekommene französische Kollegen

Die Dienstflaggen der Seenotretter wehen am heutigen Samstag, 8. Juni 2019, halbmast. Auf ihren Rettungseinheiten und an ihren Stationsgebäuden an Nord- und Ostsee bringt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) damit ihr Mitgefühl mit den Familien, Freunden und Kollegen dreier französischer Kollegen zum Ausdruck, die am Vortag ihr Leben im Einsatz verloren hatten.

ein Seenotretter setzt die Dienstflagge an Bord des Seenotrettungskreuzers auf halbmast
Trauer um die französischen Kollegen: Auch an Bord des Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER wurde die Dienstflagge am Samstagmorgen auf halbmast gesetzt. (Foto: Lisa Sonntag)

Vor der Küste der westfranzösischen Hafenstadt Les Sables-d’Olonne war das Seenotrettungsboot „Patron Jack Morisseau“ der DGzRS-Schwestergesellschaft Société Nationale de Sauvetage en Mer (SNSM) während eines Einsatzes für einen vermissten Fischkutter im schweren Sturm gekentert. Drei der sieben freiwilligen Seenotretter kamen dabei ums Leben. Nach Angaben der SNSM waren die 28, 51 und 55 Jahre alten Rettungsmänner erfahrene Seeleute und seit vielen Jahren für die Gesellschaft im Einsatz.

Das Unglück löste bei den in der International Maritime Rescue Federation (IMRF) zusammengeschlossenen Seenotrettungsgesellschaften und -organisationen aus aller Welt große Betroffenheit aus. Die internationale Verbundenheit der Seenotretter ist groß. Ihre Bereitschaft zum gefahrvollen Einsatz für den Mitmenschen auf See in Not ist grenzenlos.

Der alle vier Jahre tagende World Maritime Rescue Congress der IMRF, der in der kommenden Woche im kanadischen Vancouver stattfindet, wird mit einer Schweigeminute beginnen, kündigte der IMRF-Vorsitzende Kapt. Udo Helge Fox, Mitglied der DGzRS-Geschäftsführung, an. „Das Unglück unserer französischen Kollegen führt uns einmal mehr schmerzlich vor Augen, dass sich – trotz aller Weiterentwicklung der Technik – ein Risiko für Seenotretter niemals ganz ausschließen lässt. Wir müssen anerkennen, dass die Natur zuweilen stärker als der Mensch ist“, sagte Fox.

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