Seenotretter bringen orientierungslosen Segler sicher an Land | DGzRS Die Seenotretter

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01.06.2015

Seenotretter bringen orientierungslosen Segler sicher an Land

Eine großangelegte Suche nach einem orientierungslosen Segler westlich der Ostseeinsel Fehmarn ist am Montagmorgen, 1. Juni 2015, glimpflich ausgegangen: Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers BERLIN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte das Segelboot mit dem seekranken Skipper in den frühen Morgenstunden sicher an Land.

Der Seenotrettungskreuzer BERLIN der DGzRS war heute Nacht im Einsatz für einen orientierungslosen Segler.

Gegen 3 Uhr hatte der Mann per Mobiltelefon einen Notruf abgesetzt: Er sei seekrank und habe im Dunkeln die Orientierung verloren. Aufgrund der zunächst unklaren Position alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS sofort mehrere eigene Einheiten: Die von Freiwilligen gefahrenen Seenotrettungsboote HELLMUT MANTHEY/Station Lippe und HEILIGENHAFEN/Station Heiligenhafen sowie den Seenotrettungskreuzer BERLIN/Station Laboe. Außerdem beteiligten sich das Wasserschutzpolizeiboot „Neumühlen“ und das Bundespolizeischiff „Bad Düben“ an der Suche nach dem Alleinsegler. Aus der Luft unterstützte ein Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine den Einsatz.

Dank der Revierkenntnisse der Seenotretter war nach einigen Telefonaten klar, dass sich der Mann mit seinem offenen, etwa sechs Meter langen Segelboot „Kleine Brise“ westlich der Nordspitze Fehmarns befinden muss. Daher konzentrierten sie die Suche bei Windstärken von sechs Beaufort (bis zu 49 km/h Windgeschwindigkeit) und einem Seegang von zwei bis zweieinhalb Metern auf dieses Seegebiet.

Damit der Skipper die BERLIN in der Dunkelheit leichter ausmachen konnte, schoss deren Besatzung zwei weiße, lichtgebende Fallschirmraketen ab. Dadurch konnte der Mann seine Position zum Seenotrettungskreuzer ermitteln. Gegen 5 Uhr fand die „Bad Düben“ die „Kleine Brise“ etwa zwei Seemeilen (rund vier Kilometer) westlich von Westermarkelsdorf.

Wegen des hohen Seeganges war es zunächst zu risikoreich, den Mann an Bord des Seenotrettungskreuzers BERLIN zu nehmen. Deshalb schleppten die Seenotretter mit dem Tochterboot STEPPKE das Segelboot in den Hafen von Orth. Dort versorgten sie den seekranken und leicht unterkühlten Mann auf der BERLIN mit trockener Kleidung und wärmenden Getränken. Schnell erholte sich der Skipper und die Seenotretter nahmen ihn mit nach Laboe.