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26.09.2016

Seenotretter aus sieben Ländern zu Gast bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Seenotrettung kennt keine Grenzen: Ein internationales Austauschprogramm der Seenotretter findet derzeit in verschiedenen Ländern Europas statt. Ziel ist es, durch Erfahrungsaustausch und Training die Leistungsfähigkeit der Seenotrettungsdienste weiter zu verbessern. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat für eine Woche (24. September bis 1. Oktober 2016) sieben Seenotretter zu Gast, während deutsche Seenotretter zum Training in sieben europäische Länder gereist sind. Initiiert wurde das Crew-Exchange-Programm 2012 von der International Maritime Rescue Federation (IMRF), dem internationalen Zusammenschluss der Seenotrettungsdienste. Aufgrund der sehr positiven Erfahrungen findet es seitdem jährlich statt.

Beim internationalen Crewaustausch der Seenotrettungsdienste sind bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Seenotretter aus Estland, Norwegen, Finnland, Schweden Großbritannien, Island und Frankreich.

Seenot kann nicht nur jeden deutschen Seemann auf den Weltmeeren und jedes Schiff, das einen deutschen Hafen anläuft, treffen, sondern auch Passagiere von Fähren und Kreuzfahrtschiffen. Sie profitieren weltweit ebenfalls von der reibungslosen internationalen Zusammenarbeit der Seenotrettungsdienste. Allein 2015 war die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS neben den über 2.000 Einsätzen im deutschen Einsatzgebiet 198 Mal bei Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig.

Sieben Seenotretter der DGzRS sind derzeit in Norwegen, Finnland, Schweden, Großbritannien, Island, Frankreich und den Niederlanden im einwöchigen Training, während sieben ausländische Seenotretter gemeinsam Rettungsübungen auf verschiedenen DGzRS-Stationen absolvieren. Nach der DGzRS-Station in Bremerhaven besuchten die Teilnehmer am Montag, den 26. September 2016, die Zentrale der DGzRS in Bremen. Dort wurden sie von Nicolaus Stadeler, Mitglied der Geschäftsführung der DGzRS begrüßt.

In der Zentrale stand außerdem ein intensiver Austausch mit den Wachleitern der Seenotleitung auf dem Programm. Zudem absolvierten die Seenotretter innerhalb dieser Woche verschiedene Übungen in der SAR-Ausbildungsstation der DGzRS in Neustadt in Holstein (Brandabwehr, Leckabwehr und medizinische Evakuierung) und werden unter anderem auch auf der DGzRS-Station Horumersiel trainieren sowie in Wilhelmshaven eine Hubschrauberübung absolvieren.

Die Trainingswoche wird von der Europäischen Union gefördert. Die IMRF hat konsultativen Status bei den Vereinten Nationen.

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