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27.09.2019

Seenotretter aus sechs Ländern zu Gast bei der DGzRS

Regelmäßiger Fachaustausch, gemeinsame Übungen und grenzüberschreitende Einsätze: Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) arbeiten unter dem Dach der International Maritime Rescue Federation (IMRF) eng mit ihren ausländischen Schwesterorganisationen zusammen. Dazu gehört auch das internationale Austauschprogramm „Crew Exchange“, bei dem Seenotretter für eine Woche bei jeweils anderen Seenotrettungsdiensten hospitieren. In diesem Jahr findet es vom 21. bis 28. September statt.

Innerhalb des internationalen Austauschprogramms „Crew Exchange“ der International Maritime Rescue Federation (IMRF) besucht der freiwillige Seenotretter Carsten Schleevoigt (vorne, 3. v. l.), gemeinsam mit Kollegen aus anderen europäischen Ländern die niederländische Seenotrettungsorganisation Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij (KNRM) Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Für gut eine Woche reisen sieben deutsche Seenotretter der DGzRS zum gemeinsamen Training nach Estland, Kroatien, Norwegen, Portugal, Schweden, ins Vereinigte Königreich und in die Niederlande. Gleichzeitig sind acht Seenotretter europäischer Schwesterorganisationen zu Gast bei der DGzRS. In den acht Tagen üben sie gemeinsam, tauschen ihr Wissen aus, lernen von- und miteinander. Immer mit dem Ziel: die Leistungsfähigkeit der Seenotrettungsdienste weiter zu verbessern.

Die Seenotretter aus Kroatien, Bulgarien, Norwegen, Schweden, Finnland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich erwartet bei der DGzRS ein umfangreiches Programm. Los geht es am Sonntag, 22. September 2019, an der Nordsee: Auf der Station Cuxhaven trainieren sie gemeinsam mit den dortigen Kollegen und denen der Freiwilligen-Station Brunsbüttel. Dabei lernen sie auch das Tochterboot MATHIAS, eine Besonderheit der DGzRS, kennen. Einen Tag später besuchen die acht Gäste die DGzRS-Zentrale in Bremen. Dort soll es unter anderem einen intensiven Austausch mit den Wachleitern der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) und einen Einblick in das Simulatorzentrum geben.

Für den 24. und 25. September schließlich stehen verschiedene Übungen im Seenotretter-Trainingszentrum in Neustadt in Holstein auf dem Programm, darunter medizinische Evakuierung, Brand- und Leckabwehr unter anderem mit dem Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK/Station Grömitz. Zum Abschluss der Austauschwoche reisen die ausländischen Seenotretter nach Wilhelmshaven. Mit den Kollegen der dortigen Freiwilligen-Station, der Station Hooksiel und der Freiwilligen-Station Horumersiel trainieren sie am 26. und 27. September die Suche nach Schiffbrüchigen, das Einschleppen eines Havaristen und die Zusammenarbeit mit einem Hubschrauber.

Initiiert wurde das Austauschprogramm „Crew Exchange“ 2012 von der IMRF. Seitdem findet es jährlich statt. Bereits rund 50 Seenotretter der DGzRS nutzten die Chance, Schwestergesellschaften im Ausland kennenzulernen und von den Kenntnissen ihrer Kollegen zu profitieren. Das Fazit der bisherigen Teilnehmer fällt durchweg positiv aus: „Das Teamwork zwischen den verschiedenen Nationen klappt wirklich super. Vielleicht weil uns alle der gleiche Grundgedanke und die gleiche Einstellung verbindet“, berichtet beispielsweise Larissa Buck. Die Leiterin der Seenotretter-Akademie besuchte im vergangenen Jahr die schwedische Seenotrettungsorganisation Svenska Sällskapet för Räddning av Skeppsbrutne (SSRS).

Über die DGzRS

Schiffbrüchige aus Seenot retten, Menschen aus Gefahren befreien, Verletzte und Kranke versorgen: Die Seenotretter sind auf Nord- und Ostsee klar zum Einsatz – rund um die Uhr und bei jedem Wetter. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Sie finanziert ihre Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen.

Seenot kann nicht nur jeden deutschen Seemann auf den Weltmeeren und jedes Schiff treffen, das einen deutschen Hafen anläuft, sondern auch Passagiere von Fähren und Kreuzfahrtschiffen. Sie alle sind weltweit auf die reibungslose internationale Zusammenarbeit der Seenotrettungsdienste angewiesen. Allein 2018 war die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS neben den mehr als 2.000 Einsätzen in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee zusätzlich mehr als 200 Mal bei Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig.

Aktualisierung am 22. September 2019

Der Seenotretter aus Finnland hat aus privaten Gründen kurzfristig den Besuch bei der DGzRS abgesagt.

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