Immer im Blick:
alle Neuigkeiten.

15.03.2017

Seenotretter auf Wissenschaftstour

Warum richtet sich ein Seenotrettungskreuzer nach dem Kentern von selbst wieder auf? Einfach und verständlich wird diese physikalische Frage in der Ausstellung „Ozeane und Meere“ auf dem Binnenschiff „MS Wissenschaft“ beantwortet. Das schwimmende Science-Center ist im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von April bis September 2017 auf Wasserstraßen in West- und Süddeutschland unterwegs. Auf seinem Törn macht es in 42 Städten halt und stellt mit dem Exponat über den Kenterversuch auch die Arbeit der Seenotretter vor.

Einmal kentern bitte: Am Ausstellungsstück erfahren die Besucher sehr anschaulich, wie sich ein Seenotrettungskreuzer von selbst wieder aufrichtet.

An dem Ausstellungsstück können die Besucher ausprobieren, wie sich ein Modell der HERMANN MARWEDE/Station Helgoland nach dem Kentern im Wasser selbst wieder aufrichtet. Dabei hilft die Physik. Genauer: die Auftriebskraft. Ein Schiff taucht so tief ein, bis es genügend Wasser für ausreichend Auftrieb verdrängt hat.

Damit das Wiederaufrichten funktioniert, sind die Seenotrettungskreuzer speziell gebaut. Schiffsteile, die normalerweise über der Wasseroberfläche liegen, haben ein größeres Volumen als die Unterwasserteile. Und natürlich müssen sie luftdicht sein. Sonst würde eindringendes Wasser den Auftrieb zu schnell verringern und das Schiff mitsamt Besatzung zum Sinken bringen.

Entdecken und ausprobieren

Auch die anderen Exponate laden zum Entdecken und Ausprobieren ein. „So wollen wir insbesondere für Kinder und Jugendliche einen einfachen Zugang zu komplexen wissenschaftlichen Themen schaffen“, sagt Markus Weißkopf, Geschäftsführer von „Wissenschaft im Dialog“.

Spielerisch können die Besucher herausfinden, wie nachhaltiger Fischfang funktioniert. Mit einer Virtual-Reality-Brille tauchen sie durch ein tropisches Korallenriff und lernen, wodurch der Lebensraum gefährdet wird. Im Tiefseekino entdecken sie, welche Kreaturen sich in vollkommener Finsternis Tausende von Metern tief am Meeresgrund tummeln.

Die Ausstellung „Ozeane und Meere“ richtet sich besonders an Schulen, Jugendliche und Familien und wird ab zwölf Jahren empfohlen. Der Eintritt ist frei.

Das 100 Meter lange Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ ist ein umgebautes Binnenfrachtschiff mit einer Ausstellungsfläche von 600 Quadratmetern. Es wird von der gemeinnützigen Organisation „Wissenschaft im Dialog“ betrieben, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Ausstellung „Ozeane und Meere“ realisiert hat. „MS Wissenschaft“ ist seit 2002 im Rahmen der Wissenschaftsjahre jeden Sommer als schwimmendes Science-Center quer durch Deutschland unterwegs.

Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 19 Uhr

Weitere Informationen und die einzelnen Stationen unter www.ms-wissenschaft.de.