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19.06.2014

Reorganisation des Seenotrettungsdienstes in Laboe

DGzRS-Station unter einheitlicher Leitung von Vormann Michael Müller.

Das Seenotrettungsboot BOTTSAND (Archivbild).

Die Rettungsstation Laboe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) steht zukünftig unter der einheitlichen Leitung von Vormann Michael Müller. Ein moderner Neubau soll 2017 die BERLIN ersetzen. Der Laboer Seenotkreuzer sichert das Revier künftig gemeinsam mit dem Seenotrettungsboot der Nachbarstation Schilksee. Die derzeit noch ebenfalls in Laboe stationierte BOTTSAND wird im Herbst außer Dienst gestellt.
 
Bereits seit längerer Zeit gibt es keine rettungsdienstliche Notwendigkeit mehr für zwei dauerhaft in Laboe stationierte Einheiten. Die BERLIN kann das Einsatzaufkommen auf der Kieler Förde gemeinsam mit den Schilkseer  Seenotrettern optimal bewältigen. Der maritime Such- und Rettungsdienst, für den die DGzRS die Verantwortung trägt, bleibt auf dem bekannt hohen Niveau.
 
Gerhard Harder, ehrenamtlicher DGzRS-Vorsitzer, und Kapitän Udo Helge Fox, Leiter des Rettungsdienstes und der Inspektion sowie Mitglied der DGzRS-Geschäftsführung, haben am Donnerstag, 19. Juni 2014, Vertreter der Gemeinde Laboe entsprechend informiert. „Wir haben uns die Reorganisation nicht leicht gemacht. Allerdings hat sich die Entwicklung lange abgezeichnet. Wir konnten die Entscheidung nicht länger hinauszögern“, sagte Fox. „Voraussichtlich 2017 wird die Station einen 28-Meter-Neubau mit Tochterboot erhalten.“
 
Nicht zuletzt im Sinne ihrer Spender hat die ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanzierte DGzRS entschieden, Laboe nicht länger als Doppelstation zu betreiben. „Wir sind unseren Förderern gegenüber verpflichtet, mit den uns freiwillig anvertrauten Mitteln verantwortungsbewusst umzugehen“, sagte Fox.
 
Die DGzRS stellt die BOTTSAND im Herbst 2014 nach mehr als 20 Einsatzjahren außer Dienst. Sie dankt den freiwilligen Seenotrettern für ihren Einsatz. Sie können ihren Dienst auf der BERLIN fortsetzen und die neun fest angestellten Rettungsmänner, von denen jeweils vier rund um die Uhr auf Wache sind, bei Bedarf entsprechend unterstützen.
 
Für Frühjahr 2015 ist die Eröffnung des neuen Informationszentrums der Seenotretter am Laboer Hafen vorgesehen. Es war früher in einer Wohnstraße in Kiel beheimatet und wird nun in einem Anbau des Rettungsschuppens untergebracht. Die DGzRS möchte in dieser touristisch zentralen Lage verstärkt auf die humanitären Aufgaben der Seenotretter aufmerksam machen.

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