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19.01.2020

Rekordsumme beim Bremer Eiswettfest

Beim diesjährigen Stiftungsfest am 18. Januar haben die Eiswettgenossen und ihre Gäste laut übereinstimmenden Medienberichten die Rekordsumme von rund 482.000 Euro für die Seenotretter gespendet. Allen Spendern sagt die DGzRS dafür ganz herzlichen Dank!

Rund 14 Tage zuvor gab es bei der Bremer Eiswette am Punkendeich eine Premiere und einen Abschied zugleich: Zum ersten Mal nahm der Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS am 6. Januar 2020 an der traditionsreichen Zeremonie teil. Nach fast 30 Jahren im harten Einsatz auf Nord- und Ostsee wird er nun außer Dienst gestellt. Die DGzRS bereitet ihn auf den Verkauf vor.

Die Frage, ob „de Werser geiht“ oder „steiht“, also fließt und eisfrei oder aber zugefroren ist, war am Dreikönigstag einmal mehr eindeutig zu beantworten. Die Eisprobe der Eiswettgesellschaft von 1829 ergab auch 191 Jahre nach der ersten, früher für Handel und Schifffahrt wichtigen Zeremonie: alles im Fluss auf dem Fluss.

Mit dem Tochterboot ONKEL WILLI brachten die Seenotretter den „99 Pfund“ schweren Schneider samt seinem heißen Bügeleisen und der Flasche Eiswettkorn trockenen Fußes auf die andere Weserseite. Für die Seenotretter ist der besondere „Einsatz“ Ehre und Dank zugleich. Beim Eiswettstiftungsfest rund zwei Wochen nach der Eisprobe wird seit vielen Jahren kräftig für sie gespendet. 2019 kam dabei die Rekordsumme von mehr als 475.000 Euro zusammen.

Seit 1956 sind die Seenotretter mit einer Rettungseinheit bei der traditionsreichen Zeremonie am Punkendeich dabei. Oft handelt es sich um ein Schiff, das sich ohnehin zur turnusgemäßen Generalüberholung in Bremen befindet.

Vom Hauptdarsteller auf dem Fluss zum Hauptdarsteller an Land: Eiswettschneider Peter Lüchinger kommentierte wie stets spöttisch und mit spitzer Zunge bundesdeutsche und bremische Politik. Zwar friert die Weser am Ort der Wette schon lange nicht mehr zu, weshalb inzwischen das Los über „Gewinner“ und „Verlierer“ entscheidet. Doch die alten Rituale sind geblieben und sorgen jedes Jahr für viel Begeisterung beim zahlreich erscheinenden Publikum: Eiswett-Präsidium, „Novizen“ der Bremer Kaufmannschaft, „Medicus publicus“ und „Notarius publicus“ mit langen Lockenperücken und auch die Heiligen Drei Könige haben jeweils fest zugewiesene Rollen.

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