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04.07.2016

Neuer Liegeplatz für Seenotrettungskreuzer in Olpenitz

Mit der Stationierung eines Seenotrettungskreuzers in Olpenitz werden die Seenotretter ihre Einsatzmöglichkeiten in diesem Teil der Westlichen Ostsee verbessern. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wird dazu 2017 ihre Doppelstation an der Schleimündung teilen. Der mit Festangestellten besetzte Seenotrettungskreuzer wird in den geplanten Yachthafen Olpenitz verlegt und zeitnah durch einen modernen Neubau ersetzt. Das ebenfalls in Maasholm stationierte Seenotrettungsboot, das von Freiwilligen gefahren wird, hat seinen Liegeplatz auch künftig im dortigen Fischereihafen.

Liegt ab 2017 in Olpenitz: der Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS. Foto: Andreas Birresborn

Während das Seenotrettungsboot WUPPERTAL hauptsächlich Einsätze im Nahbereich der Schlei und Schlei aufwärts fährt, ist der Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS bis über die deutsch-dänische Grenze hinaus im Einsatz. Bislang geht im vielbefahrenen Revierteil zwischen dem Liegeplatz in Maasholm und der Schleimündung wertvolle Zeit verloren, da der Seenotrettungskreuzer nur mit stark reduzierter Geschwindigkeit auslaufen kann. Mit der Entstehung des direkt an der Ostsee geplanten Yachthafens Olpenitz hat die DGzRS deshalb die Verlegung des Seenotrettungskreuzers beschlossen.

Die DGzRS ersetzt die inzwischen 26 Jahre alte NIS RANDERS 2017/2018 durch einen modernen 20-Meter-Seenotrettungskreuzer der neuesten Generation. Den Auftrag zum Bau haben die Seenotretter der Werft Fr. Fassmer in Berne/Unterweser erteilt. Wie bei den bereits im Dienst befindlichen Schwesterschiffen EISWETTE/Station Nordstrand, EUGEN/Station Greifswalder Oie, THEODOR STORM/Station Büsum und PIDDER LÜNG/Station List auf Sylt wird die Besatzung direkt am Liegeplatz ein festes Stationsgebäude beziehen.

Besondere Merkmale der 22 Knoten (ca. 40 km/h) schnellen Spezialschiffe sind eine umfassende Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung an Bord, eine Feuerlöschpumpe mit einer Förderleistung von 2.300 Litern pro Minute zur Bekämpfung von Bränden auf See und die Fähigkeit, sich im Falle des Durchkenterns innerhalb weniger Sekunden selbst wieder aufzurichten.

Vom neu entstehenden Liegeplatz Olpenitz aus kann der Seenotrettungskreuzer in Zukunft noch schneller ins Seerevier auslaufen. Pro Jahr verzeichnet die bisherige Doppelstation Maasholm um die 130 Einsätze. Sie gehört damit zu den einsatzreichsten Stationen der DGzRS.

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