Immer im Blick:
alle Neuigkeiten.

10.05.2019

Mit Herz und Hand Seenotretter

Johannes Lund hat seinen Posten als freiwilliger Vormann der Station Langballigau in jüngere Hände gegeben: Sein Nachfolger im Ehrenamt ist Oliver Bohn (43). Seit Mai ist der Handwerksmeister für die Freiwilligen-Crew der WERNER KUNTZE verantwortlich.

Oliver Bohn ist neuer freiwilliger Vormann in Langballigau.

Es fiel Johannes Lund nicht leicht, den zweiten wohlverdienten „Ruhestand“ anzutreten. Aber nach rund drei Jahrzehnten auf Station, davon allein fast neun Jahre als freiwilliger Vormann, entschloss sich der 69-Jährige, das Ruder abzugeben.

Lund war mit Leib und Seele Seenotretter. Der ehemalige Zollbeamte verbrachte in seiner Freizeit ungezählte Stunden im Stationsgebäude und an Bord – im Ernstfall sollte alles reibungslos funktionieren. „Das Wichtigste für mich war immer, dass wir rund um die Uhr einsatzbereit sind und innerhalb weniger Minuten auslaufen können“, sagt Lund. Denn er weiß: Draußen auf See zählt im Notfall jede Minute.

Auch für Nachfolger Oliver Bohn steht die ständige Einsatzbereitschaft an erster Stelle. Er will den Zusammenhalt seiner Freiwilligen weiter stärken und viel Zeit in die Ausbildung investieren. Aufgewachsen ist Bohn unweit der Station im beschaulichen Dollerup. Dort lebt und arbeitet er nach wie vor. Die Ostsee ist nur einen Katzensprung entfernt und Bootfahren gehört seit seiner Kindheit einfach dazu.

Der selbstständige Handwerksmeister mit einem kleinen Spezialbetrieb für das Schärfen von Werkzeugen ist seit 1998 bei den Seenotrettern. Die gute Seemannschaft lernte Bohn vom damaligen Vormann August-Wilhelm Philippsen. „Ich bin unheimlich gerne Rettungsmann. Die Aufgabe macht mir total viel Spaß und ist meine liebste Freizeitbeschäftigung“, sagt der Familienvater. Wenn er gemeinsam mit seinen Kollegen andere Menschen aus Notsituationen befreien kann, erfüllt ihn das „mit Stolz und ist das i-Tüpfelchen“ auf seiner Arbeit.