Immer im Blick:
alle Neuigkeiten.

18.11.2020

Manövrierunfähig nach Motorschaden – Segler verletzt

Kurz vor ihrem Ziel Maasholm gerieten zwei junge Segler in große Gefahr: Aufgrund eines Motorschadens wurde ihr Boot am Dienstagabend, 17. November 2020, von außen bei starkem Seegang gegen die Hafenspundwand gedrückt. Der Mann und die Frau wehrten sich buchstäblich mit Händen und Füßen gegen die Kräfte der Natur, wobei sich der Skipper erhebliche Verletzungen zuzog. Freiwillige Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) befreiten die beiden mit dem Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY aus der gefährlichen Lage.

Kurz nach Herstellung einer Schleppverbindung steigt ein Seenotretter auf die havarierte Yacht über, um die beiden Personen an Bord medizinisch zu überprüfen.

Kurz nach 18 Uhr erreichte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS ein Notruf per Telefon. Der Skipper des sechseinhalb Meter langen Segelbootes meldete den Ausfall des Motors. Es befand sich zu diesem Zeitpunkt im Anlauf zum Hafen Maasholm, der von einer Buhne mit anschließender Spundwand umgeben ist. Starker auflandiger Wind um sechs Beaufort (Windgeschwindigkeiten bis zu 50 km/h) brachten das Boot in große Gefahr.

Das daraufhin alarmierte Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY der Freiwilligenstation Maasholm lief umgehend aus. Da es zu diesem Zeitpunkt bereits dunkel war, machte der Havarist mit einer Lampe auf sich aufmerksam. Die zweiköpfige Besatzung des Bootes versuchte noch vergeblich, den Anker auszubringen, um ein Auflaufen an der Spundwand zu verhindern. Beim Versuch, im Seegang das Boot von der Spundwand abzuhalten, verletzte sich der Skipper schwer an Händen und Füßen.

Den Seenotrettern gelang es, eine Leine an den Havaristen zu übergeben und eine Schleppverbindung herzustellen. Sie brachten das Boot in den Hafen. Dort stiegen die Seenotretter auf den Havaristen über, um sich um die beiden jungen Leute an Bord zu kümmern. Da der 23-Jährige aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr auftreten konnte, alarmierten die Seenotretter sicherheitshalber einen Rettungswagen, der den Mann in ein naheliegendes Krankenhaus brachte.

Die Seglerin war unverletzt geblieben. Das Boot schleppten die Seenotretter zu einem Liegeplatz im Hafen Maasholm.