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11.05.2017

Einmal Seenotretter sein: Online-Wettbewerb der DGzRS macht’s möglich

Es geht wieder los: Nach der großen Resonanz in den vergangenen beiden Jahren gibt es 2017 eine Neuauflage des außergewöhnlichen Online-Wettbewerbes „Werde Seenotretter für einen Tag“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Der Gewinner erlebt am 26. August 2017 ein anspruchsvolles Seenotretter-Training im modernen Ausbildungszentrum der Firma OffTEC und einen Tag später den spannenden Alltag auf dem Seenotrettungskreuzer BERLIN – 24 Stunden lang, ein Mal rund um die Uhr. Bewerben können sich Frauen und Männer ab 18 Jahren vom 11. Mai bis zum 8. August 2017.

Freuen sich auf viele Teilnehmer beim Online-Wettbewerb „Werde Seenotretter für einen Tag“: Seenotretter Dirk Göttsch (l.) und Thomas Stasch, Gewinner von 2015.

Mehr als 1.100 Frauen und Männer hatten sich in den vergangenen Jahren um den Platz auf der BERLIN beworben. 2015 gewann Thomas Stasch aus Siegburg den Online-Wettbewerb und 2016 Lukas Brand aus Iserlohn. Für beide wurde ein Traum wahr: Sie gingen in Laboe an Bord der BERLIN.

Einmal Seenotretter-Luft schnuppern, für 24 Stunden live dabei sein und den Alltag an Bord miterleben; das wünschten sich beide seit ihrer Kindheit. Thomas Stasch schwärmt fast zwei Jahre später noch von seinen Stunden an Bord: „Ich habe mich auf der BERLIN keine Sekunde fremd gefühlt – mein Respekt  vor den Seenotrettern ist seitdem noch einmal deutlich gewachsen.“.

Auch Lukas Brand war absolut begeistert: „Meine Erwartungen sind übertroffen worden: Ich habe mich sofort als Teil der großen Seenotretter-Familie gefühlt. Ich war nicht nur dabei, sondern mittendrin und werde die Stunden als ‚Seenotretter für einen Tag‘ nie vergessen.“

Auch für die Seenotretter ein besonderer Tag

Für Seenotretter Dirk Göttsch war es 2016 ebenfalls ein besonderer Tag: „Es waren auch für uns spannende 24 Stunden. Die Zusammenarbeit mit Lukas Brand hat uns allen viel Spaß gemacht.“ Dirk Göttsch ist Besatzungsmitglied der BERLIN und war 2016 dabei, als Lukas Brand „seinen Tag“ an Bord verbrachte.

„Wir bekommen fast täglich Anfragen, ob es möglich ist, einen Tag an Bord eines Seenotrettungskreuzers zu verbringen. Dies haben wir mit dem Wettbewerb aufgegriffen. Der Gewinner lernt nach einem intensiven Training unsere Arbeit hautnah kennen und kann seinen Freunden von seinen aufregenden Erlebnissen erzählen“, sagt Göttsch.

Los entscheidet

Bei dem Online-Wettbewerb können bis zum 8. August 2017 Frauen und Männer mitmachen, die mindestens 18 Jahre alt sind und mit einem ärztlichen Attest belegen können, dass sie körperlich fit sind. Sie müssen einfach ein Bild von sich selbst auf der Wettbewerbsseite werde.seenotretter.de hochladen und schreiben, warum sie den Alltag der Seenotretter erleben möchten.

Und wer gewinnt am Ende? Auf der Wettbewerbsseite kann jeder über die beste Bewerbung abstimmen. Der Gewinner wird aus den zehn Teilnehmern ermittelt, die die meisten Stimmen bekommen haben. Hier heißt es: Freunde, Bekannte und Kollegen motivieren, um am Ende vorn mit dabei zu sein. Die Entscheidung fällt per Los. Und auf den Gewinner warten spannende und anspruchsvolle 48 Stunden.

Sie oder er heuert am 26. und 27. August 2017 als Praktikant bei den Seenotrettern an. Am ersten Tag geht es gemeinsam mit einigen Seenotrettern ins nordfriesische Enge-Sande, nahe dem Ort Leck und der dänischen Grenze. Das Meer ist zwar kilometerweit entfernt, dennoch wird dort die Grundlage für den Tag an Bord gelegt. Im modernen Ausbildungszentrum der Firma OffTEC lernt der Gewinner vieles von dem, was Seenotretter können müssen, bevor sie zum ersten Einsatz rausfahren.

Hautnah dabei

Das achtstündige Training hat es in sich: Meterhohe Wellen, Sturm mit Windstärke 9, Regen – all das wird der Gewinner im Training erleben. Im Wasser. Bei völliger Dunkelheit. Eines ist bei all dem besonders wichtig: Teamgeist.

Anschließend geht es zur DGzRS-Station Laboe und der neuen BERLIN. Der Seenotrettungskreuzer ist seit Januar an der Kieler Förde stationiert. Dort wird der Gewinner 24 Stunden bei den Seenotrettern verbringen – wie ein ganz normales Mitglied der Mannschaft. Kommt es zum Einsatz, wird er dabei sein. Hautnah. Er kann vielleicht das miterleben, was sonst meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet – Einsätze bei „Nacht und Nebel“, weit draußen auf See.

Seenotretter-Wettbewerb: Fragen und Antworten