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29.01.2019

„Der Gesellschaft etwas zurückgeben“

„Einfach nur zugucken, ist nichts für mich“, sagt Torben Brandt aus Berlin. Als wir für dieses Porträt mit ihm telefonieren, ist der ehrenamtliche Mitarbeiter der Seenotretter gerade wegen einer Schnittwunde an der Hand auf dem Weg zum Arzt. Als andere sich in einer U-Bahn prügelten, ist er dazwischen gegangen. Ein Mann, der eingreift.

Der 25-jährige Torben Brandt ist bereits im fünften Jahr Mitglied der Land-Crew der DGzRS. „Meine ersten Erinnerungen an die Seenotretter sind die Adressaufkleber, die mein Großvater als Förderer bekam“, sagt er. Als Torben zum Studium nach Greifswald an die Ostseeküste ging, suchte er eine Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Der Student begann, das Info-Zentrum in Warnemünde mitzubetreuen.

Inzwischen wohnt er in Berlin und informiert Besucher bei Festen, Messen oder zuletzt beim Tag der Seenotretter in Bremerhaven. Für solche Ereignisse nimmt er sich dann auch mal Urlaub. „Ich habe zeitlich und finanziell die Möglichkeit, etwas zu geben. Vielleicht wird das nicht immer so sein. Aber solange ich das kann, mache ich es. Für mich gehört es dazu, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.“

An seinem Heimatort Celle in der Lüneburger Heide leistete Torben Brandt Jugendarbeit bei der Evangelischen Kirche und setzte sich als Notfallseelsorger ein. Auch heute betreut er immer noch einmal jährlich Jugendgruppenreisen. Neben dem guten Gefühl, etwas Wertvolles zu tun, macht Torben Brandt die Arbeit vor allem Spaß: „Die Ehrenamtlichen der Seenotretter sind wie eine zweite Familie. Alle sind mit Herzblut dabei.” Brandt schätzt den Kontakt zu den Menschen. „Manchmal kommen Kinder an den Stand, die ein unglaubliches Wissen über die Seenotretter haben. Es ist toll, das zu erleben.“

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