Immer im Blick:
alle Neuigkeiten.

17.06.2016

Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt

Wie lange er schon im Wasser gelegen hat, wissen die Seenotretter nicht. Eines ist jedoch sicher: Der stark unterkühlte Mann muss schnellstens in ein Krankenhaus, er ist in akuter Lebensgefahr. Jede Minute zählt. Deshalb wird der Schiffbrüchige von Bord der HERMANN HELMS auf einer speziellen Bergungstrage der DGzRS mit Vakuummatratze liegend vorsichtig mit einer Seilwinde zu einem ADAC-Hubschrauber hochgezogen. Mit dem Patienten an Bord dreht der Helikopter in Richtung Festland ab. Geschafft.

 

Zum Glück ist es nur eine Übung und der „Mann“ lediglich eine Puppe. Die Seenotretter trainieren regelmäßig mit Partnern auf und über See, um Handgriffe im Einsatz auch unter extremen Bedingungen sicher zu beherrschen. Dazu gehört auch das Aufnehmen und Absetzen von Personen auf einen Seenotrettungskreuzer per Seilwinde (Winch Exercise).

Das Winschen ist bei einem Einsatz immer dann notwendig, wenn beispielsweise Schwerverletzte auf einer Trage vom Seenotrettungskreuzer an einen Hubschrauber übergeben werden müssen, um schnell in ein Krankenhaus an Land gebracht zu werden. Auf umgekehrtem Wege bringt der Hubschrauber zum Beispiel einen Arzt an Bord. Oftmals erfolgt das Winschen unter erschwerten Bedingungen wie ungünstigem Wetter und stürmischer See.

Im Seenotfall kann die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS Unterstützung durch SAR-Luftfahrzeuge der Deutschen Marine anfordern. Die Seenotretter arbeiten daneben auch mit Hubschraubern des ADAC, der DRF Luftrettung sowie privaten Anbietern zusammen, die in der Offshore-Versorgung tätig sind. Im Bedarfsfall können sie auch fliegende SAR-Einsatzmittel aus den Nachbarländern und Hubschrauber von Behörden wie der Bundespolizei um Unterstützung bitten.

Moin! Wenn Sie weiter in diesen Gewässern kreuzen, geben wir Ihnen ein paar Cookies mit an Bord. Wie Sie diese Fracht selbst verwalten können, erfahren Sie hier. Angenommen Close