18.09.2019

Schüler sammeln Spenden und informieren über Plastikmüll

Plastikmüll im Meer regt Helena und Richard Näthke, Jarno Kibbel und Tilda Balzereit auf. Deshalb sind die vier Grundschüler aus Kiel-Holtenau aktiv geworden und haben sich einen Nachmittag auf den Tiessenkai gestellt, um Spaziergänger über das Problem aufzuklären. Gleichzeitig sammelten sie Spenden für die Seenotretter, das Kieler Frauenhaus und das Seniorenzentrum „Kurt-Engert-Haus“.

In einen Umschlag steckten die Schülerinnen und Schüler das gesammelte Geld für die Seenotretter sowie diese Dankes-Postkarte.

Die Idee zur der Aktion entstand bei einem Bastelnachmittag in der Grundschule Holtenau: Dort fertigten Helena Näthke (8) und Jarno Kibbel (8) eine Spendendose an, mit der sie zunächst Geld für Kinder in Afrika sammeln wollten. Alsbald änderten sie ihren Plan: „Wir sprechen im Unterricht gerade über Kinderrechte und wissen daher, dass es in Deutschland ebenfalls Armut gibt“, erzählte Jarno der Journalistin Jennifer Ruske. Helenas Mutter Lena brachte vor diesem Hintergrund das Frauenhaus Kiel ins Spiel, Helena selbst und ihre Freundin Tilda Balzereit (8) als begeisterte Opti-Seglerinnen die Seenotretter. Und das in der Nachbarschaft liegende Seniorenzentrum „Kurt-Engert-Haus“ sollte gleichfalls einen Teil des gesammelten Geldes bekommen.

Einfach nur um Geld bitten, wollten die drei und Helenas jüngerer Bruder Richard (7) dann aber auch nicht. Deshalb entschlossen sie sich, die Spaziergänger auf dem Tiessenkai gleichzeitig über Plastikmüll im Meer aufzuklären. Im Unterricht ist das Umweltproblem bei ihnen gerade Thema. Außerdem sehen Helena und Tilda beim Segel oft, wie viel Plastik in der Kieler Förde schwimmt. Die Kinder malten Schilder und packten einen Bollerwagen mit all dem voll, was es für einen richtigen Infostand so braucht. Dazu gehörte ein Aquarium als Anschauungsobjekt, in dem kleingeschnittene Plastikstrohhalme und ein Spielschnapp-Hai im Wasser trieben.

Über die Resonanz ihrer Aktion waren die Zweit- und Drittklässler ein wenig enttäuscht: Die meisten Menschen auf dem Tiessenkai wollten gar nichts über Kunststoffmüll im Meer wissen. Manche glaubten ihnen noch nicht einmal, dass sie tatsächlich Spenden sammelten, sondern vermuteten, das Geld würde im Portemonnaie der Kinder landen. Am Ende war die Sammeldose mit 80 Euro gefüllt. Den Betrag erhöhten Helena und ihre Familie auf 108 Euro, davon erhielten die Seenotretter die Hälfte und das Frauenhaus sowie das Seniorenzentrum jeweils 27 Euro. Die Spenden übergaben die engagierten Kinder Mitte September persönlich den drei Empfängern.

Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen? Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16. 

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