16.04.2018

Mit Kamera, Kleber und Kuli den Seenotrettern auf der Spur

Janne schiebt einen Seenotrettungskreuzer ein paar Millimeter vorwärts. Klack. Erneut verändert er dessen Position. Klack. Und wieder bewegt er ihn ein bisschen weiter. Klack. Marcel schaut auf den Kameramonitor. Er nickt zufrieden. Abermals verrückt sein Schulfreund Janne den Kreuzer ein Stückchen. Marcel drückt erneut auf den Auslöser. Klack. Bald haben sie alle Fotos für ihren Stop-Motion-Film im Kasten. Gemeinsam mit ihrem Mitschüler Jonas setzen sie einen Einsatz der Seenotretter mit kleinen Spielzeug-Bausteinen aus Plastik in Szene. Ihr Video ist Teil der Projektwoche im August 2017 zum Thema „Meer“ an der Peter-Ustinov-Schule im niedersächsischen Hude.

Haben sich in der Schule mit den Seenotrettern beschäftigt: Marcel (v. l.), Janne, Jonas, Heiko und Ida aus der Klasse 7Ga der Peter-Ustinov-Schule in der Seenotretter-Werft.

„Jede Klasse hat sich in den fünf Tagen mit einem Aspekt des übergeordneten Themas beschäftigt“, sagt Astrid Beckmann. Die Lehrerin sitzt acht Monate später neben ihren Schülern Jonas (12), Marcel (12), Janne (13), Heiko (12) und Ida (12) in der Seenotretter-Zentrale in Bremen, um eine Spende zu übergeben. Ihre Klasse, die 7Ga, hat sich an den fünf Schultagen im August mit der DGzRS auseinandergesetzt und Geld gesammelt – den Anstoß dazu hatte Astrid Beckmann gegeben. „Alle waren sofort begeistert – vor allem nach unserem Besuch am ersten Projekttag hier bei den Seenotrettern. Die Ideen sprudelten nur so aus ihnen heraus.“

Zurück in Hude setzten sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen zusammen. Aus den Ideen wurden konkrete Pläne, und die Siebtklässler arbeiten eifrig an ihrer Umsetzung. Auf einem Tisch gestalteten einige Mädchen und Jungen ein Plakat für die Abschlussveranstaltung, andere überlegten sich Fragen für ein Seenotretter-Quiz und wieder eine andere Gruppe bastelte an einer Hosenboje. „Dafür haben wir eine kurze Hose meines Vaters benutzt“, erzählt Ida mit einem Schmunzeln.

Und Janne, Marcel und Jonas? Sie filmten einen Einsatz der Seenotretter: Eine Kreuzerbesatzung muss zwei Fischer von ihrem festgekommenen Kutter retten. „Drei Schulvormittage haben wir wohl daran gesessen“, schätzt Marcel. Die drei bauten eine Kulisse, setzten aus kleinen Kunststoffsteinchen einen Seenotrettungskreuzer und einen Fischkutter zusammen.

Premiere hatte ihr Film bei der Abschlussveranstaltung der Projektwoche, zu der Bekannte und Verwandte, Mitschüler und Lehrer in den Klassenraum der 7Ga kamen und viel über die Seenotretter lernten. Und wenn es an dem Freitag dort „Klack“ machte, war es sicherlich ein Geldstück, das im extra gebautem Legostein-Sammelschiffchen landete – am Ende steckten in seinem Bauch 62 Euro.

Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen? Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.

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