12.09.2016

Fetter „Spendenfisch“ am Haken

Sie sind Hunderte Kilometer gefahren, haben unendlich viele Telefongespräche geführt und Schwimmer, Ruten sowie Haken für die gute Sache verpackt: Thomas Stühm und Jörg Östreich. Ungezählte Stunden investierten die beiden leidenschaftlichen Angler in ihre Spendenaktion „Wir helfen Helfern“ zugunsten der Seenotretter. Mit großem Erfolg: In Laboe übergaben sie am 7. September 2016 auf der BERLIN die gesammelten 7.000 Euro an die Besatzung des Seenotrettungskreuzers.

Holger Zick vom DGzRS-Informationszentrum in Laboe bedankt sich bei allen Beteiligten für die großartige Spende.

Das Geld verwendet die DGzRS für die neue BERLIN, die voraussichtlich Anfang 2017 die mittlerweile 31 Jahre alte BERLIN ersetzen wird. Als besonderes Dankeschön wird an Bord des neuen Seenotrettungskreuzers eine Messingtafel an die außergewöhnliche Benefizaktion erinnern. Eine solche Gedenktafel bieten die Seenotretter ab einer Spende von 5.000 Euro an.

Thomas Stühm und Jörg Östreich sind Wiederholungsspender: Bereits 2014 unterstützten sie die Seenotretter nach einer ähnlichen Benefizaktion mit 700 Euro. Ihr Engagement hat einen Grund: „Wenn es bei unseren Hochseeangel-Touren zu einem Notfall kommt, können wir uns auf die Seenotretter verlassen. In diesem Jahr haben wir sie selbst schon zwei Mal gebraucht“, sagte Stühm bei der Spendenübergabe.

Ihre Benefizaktion starteten Stühm, Betreiber des Meeresangler-Forums „kutterboard.de“, und sein Kollege Östreich im November 2015: Über die Website riefen sie ihre Anglerkollegen auf, gebrauchte Angelruten, Posen und andere Ausrüstungsgegenstände für eine Versteigerung zu spenden. Größtes „Einzelstück“ war eine Angelreise zu den Färöer-Inseln – zwei Angler erwarben sie für 1.650 Euro.

Die Aktion endete Anfang September 2016 mit dem jährlichen „Kutterbord-Wochenende“ in Laboe auf dem Angelkutter „Blauort“: Die rund 40 Teilnehmer zahlten zusätzlich zu den Schiffsgebühren 20 Euro Startgeld, das ebenfalls im Sammeltopf landete, den die „Blauort“-Eigner Birte und Egbert Jasper nochmals aufstockten. Ob Östreich und Stühm in zwei Jahren die Spendensumme erneut verzehnfachen können, ließen sie offen. Klar ist: Auch 2018 wollen sie die Seenotretter wieder finanziell unterstützen.