04.12.2017

Erst 216 Stunden auf der Welt – und schon Förderin

Klara Merete liegt in den sicheren Armen ihres Vaters, des DGzRS-Ehrenamtlichen Georg Lienke. Dass die Berliner Familie gesund beisammen ist, verdankt sie auch den Seenotrettern. Das Baby schaukelte noch im Bauch, als sein Vater auf See in eine sehr gefährliche Situation geriet. Heute ist Klara Merete eine der jüngsten Förderinnen der DGzRS.

Wie der Papa so die Tochter: Georg Lienke spendet den Seenotrettern viel Zeit und Klara Merete seit ihrem neunten Lebenstag regelmäßig Geld.

In einer Nacht Ende September vergangenen Jahres schreckte Mutter Ragna, damals hochschwanger, hoch. Wo ihr Mann wohl gerade steckte? Ein Nachttörn war angesetzt: Mit vier Segelfreunden überführte Georg Lienke eine Bavaria 36 von Neustadt nach Stralsund. Tatsächlich trieb das Boot mit Namen „Nr. 7“ in dieser Nacht manövrierunfähig in der Lübecker Bucht. Der Mast war gebrochen.

„Alle Versuche, das Rigg zu sichern, missglückten – bei sechs Windstärken war die See zu kabbelig“, berichtet Lienke über jene Nacht. Es kam schlimmer: Der Motor streikte. Das Boot trieb auf einen  Schifffahrtsweg zu. Schließlich funkte der Schiffsführer „Mayday“. Georg Lienke erinnert sich, wie schon der ruhige Funkverkehr mit den Seenotrettern den Männern Kraft gab: „Wir waren nervös und angespannt. Aber wir spürten keine Angst. Wir wussten, die Seenotretter werden uns helfen. Sie wissen, was sie tun.“

Die havarierte Bavaria war ein gut gewartetes Ausbildungsschiff – trotzdem war eine Want gebrochen. Korrosion, von außen nicht zu erkennen. Ein Glück, dass sich das Boot im SAR-Gebiet der DGzRS befand. Lienke kennt auch das Gefühl mit einer Crew, völlig auf sich allein gestellt zu sein: Monate zuvor hatte er auf einem Segelboot den Atlantik überquert – ein solcher Unfall wäre fatal gewesen. Doch dort auf der Ostsee geleitete der Seenotrettungskreuzer BREMEN das Segelboot schließlich in den Großenbroder Hafen.

Etwa zwei Monate später, am 17. November 2017, „begrüßte“ das Neugeborene seinen Vater. „Klara Merete war erst neun Tage alt, als sie mir sagte, dass sie Förderin werden möchte“, meint ihr Vater und schmunzelt. Ihr „Taschengeld“ in Höhe von zwei Euro pro Monat fließt an die Seenotretter.

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