27.02.2017

Einmal um die Welt: Sammelschiffchen von Weltumseglerin Mareike Guhr kehrt in die Seenotretter-Zentrale nach Bremen zurück

Eine ungewöhnliche Spende nahmen die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kürzlich entgegen: Weltumseglerin Mareike Guhr (48) brachte ein bunt gefülltes Sammelschiffchen zurück nach Bremen. Es hatte sie den Großteil ihrer viereinhalbjährigen Weltumsegelung an Bord des Katamarans „La Medianoche“ begleitet.

Mareike mit "ihrem" Sammelschiffchen

Vor genau fünf Jahren – im Februar 2012 – hatte Hamburgerin Mareike Guhr das Sammelschiffchen bei den Seenotrettern in Bremen abgeholt und der SEENOTLEITUNG BREMEN schon einmal einen Besuch abgestattet. Damals stand ihre Weltumsegelung noch bevor. Nun nutzte sie einen Vortragstermin über ihre Reise in Bremen, um das Sammelschiffchen wieder „anzulanden“.


Insgesamt über 450 Euro in Währungen aus zahlreichen Ländern dieser Erde befanden sich in Münzen und Scheinen in dem kleinen Spendenschiffchen. Mareike Guhr hat rund 45.000 Seemeilen (ca. 80.000 Kilometer) in viereinhalb Jahren zurückgelegt, dabei 37 verschiedene Länder und 143 Inseln besucht sowie 140 Mitsegler auf Teilstrecken an Bord gehabt. In ungezählten Häfen war das Sammelschiffchen auf „Landgang“ dabei.


„Bei uns treffen nicht nur die Notrufe von Schiffen aus dem deutschen Such- und Rettungsgebiet ein. Auch deutsche Schiffe aus aller Welt, die in Schwierigkeiten sind, melden sich bei uns“, sagt Wachleiter Olaf Salzbrunn, der zufällig beim ersten Besuch der Seglerin vor fünf Jahren ebenfalls in der SEENOTLEITUNG auf Wache war. „Wir freuen uns, dass wir in der ganzen Zeit von Mareike nichts gehört haben und sie gut heimgekehrt ist.“


„Ich selbst bin zum Glück nie in eine wirklich gefährliche Situation geraten“, berichtet Mareike Guhr, „aber ich habe von vielen Notfällen von Seglern gehört und selbst erlebt, wie im Sturm ein Segelboot untergangen ist. Für mich war es ein beruhigender Gedanke, dass mit der SEENOTLEITUNG BREMEN in Not immer ein Ansprechpartner für mich erreichbar gewesen wäre“, sagte die Seglerin.


Das Sammelschiffchen begleitete sie vor allem auch als Symbol für die internationale Zusammenarbeit der Seenotretter weltweit. Neben 2.019 Einsätzen im Jahr 2016 in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee war die SEENOTLEITUNG BREMEN darüber hinaus in 231 Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig. Dabei handelte es sich überwiegend um deutsche Schiffe, die irgendwo auf den Weltmeeren in einer Notsituation die Unterstützung der deutschen Rettungsleitstelle See benötigten.


Mareike Guhr wird noch bei weiteren Vortragsterminen von ihren Erlebnissen auf der Weltumsegelung berichten. Mehr dazu hier auf ihrer Website.