28.11.2018

Eine Familie im Seenotretter-Fieber

Der Tag der Seenotretter im vergangenen Jahr hat bei Familie Müller aus Rheinland-Pfalz einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Seither waren sie sechs Mal an der Waterkant – weitere Besuche sind geplant. Mutter, Vater und Sohn spielen sogar mit dem Gedanken, wegen der Seenotretter vom Westerwald an die Nordsee umzuziehen.

Der zehnjährige Luis Müller bastelt mit Unterstützung seiner Mutter reihenweise Seenotrettungskreuzer.

Luis Müller bastelt mit seiner Mama reihenweise Seenotrettungskreuzer, schwärmt im Freundeskreis von den Seenotrettern und verteilt bei seiner Geburtstagsparty selbstgemachte Seenotretter-Ausweise an die Gäste. Kein Zweifel: Der Zehnjährige ist Fan.

Alles begann mit einigen You-Tube-Videos, die die DGzRS-Besatzungen im Einsatz zeigen. „Mein technikbegeisterter Sohnemann war beeindruckt, wie die SAR-Schiffe übers Meer brausen – und davon, was die Seenotretter für einen tollen Job machen. Luis hat sich immer mehr in das Thema vertieft und uns mit seiner Begeisterung völlig mitgerissen“, verrät Guido Müller.

Früher fuhr die Familie im Urlaub stets zum Klettern in die Dolomiten. „Dann dachten meine Frau und ich: Die zwei Tage am Meer, um den Tag der Seenotretter in Wilhelmshaven zu besuchen – das können wir ausnahmsweise mal machen. Und was soll ich sagen? Seit wir Ende Juli 2017 erstmals an der Nordsee waren, ist es um uns alle geschehen. Es ist ja doch ganz schön da oben an der Küste“, gibt Müller zu und lacht.

Landeier wollen an die Nordsee ziehen

Vor Ort ging es direkt an den Stand der Seenotretter. Der Vater erzählt von dramatischen Rettungsvorführungen, die Familie habe eine Fahrt auf dem Seenotrettungsboot OTTO BEHR machen können: „Das war Wahnsinn, die gesamte Veranstaltung ein absoluter Volltreffer! Wir sind seit diesem Tag alle im Seenotretter-Fieber.“ Seine Frau Carina ergänzt: „Wir sind direkt Förderer geworden, es ist wirklich unser neues Hobby.“

Mitte Mai 2018 wurde ein Ausflug zum „Brazzeltag“ im Technik-Museum Speyer gemacht – inklusive Gespräch mit den DGzRS-Ehrenamtlichen vor Ort und einer ausgiebigen Besichtigung des Museumskreuzers JOHN T. ESSBERGER. Vor einiger Zeit folgte Besuch Nummer drei auf der traditionsreichen Station Neuharlingersiel: Beim Hafenfest nahm das Trio den Seenotretter-Stand und die NEUHARLINGERSIEL gründlich in Augenschein.

„In dem schönen Rettungsschuppen hat mir Vormann Wolfgang Gruben ganz viel Interessantes und Spannendes erzählt“, berichtet Luis. „Seenotretter ist ein gefährlicher Beruf – aber ich könnte mir schon vorstellen, später selbst einer zu werden.“

Den Sommerurlaub hat Familie Müller – wie sollte es anders sein – an der Nordseeküste verbracht. Von Spiekeroog aus ging es zunächst nach Dornum. Der Tag der Seenotretter am 29. Juli und ein Besuch der HERMANN MARWEDE auf Helgoland standen ebenfalls im Kalender.

„Man soll ja nichts übers Knie brechen“, sagt Guido Müller, „aber wir Landeier überlegen ganz ernsthaft, ob wir bald an die Nordsee ziehen.“ Egal, wo die Familie wohnt: Die Seenotretter freuen sich über ihre Begeisterung – und auf den nächsten Besuch!

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