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02.04.2015

Seenotretter-Flagge im Weltall

Aus mehr als 400 Kilometern Höhe hat Alexander Gerst von Mai bis November 2014 das Einsatzgebiet der Seenotretter betrachtet.

Daumen hoch für die Seenotretter: ESA-Astronaut Alexander Gerst wünscht aus dem Weltraum den Seenotrettern alles Gute für das Jubiläum. Fotos: ESA NASA

Der deutsche ESA-Astronaut startete genau ein Jahr vor dem Jubiläum der DGzRS, Ende Mai 2014, mit einem „Raumschiff“ zur Internationalen Raumstation ISS. Im Gepäck hatte er ein besonders leichtes Stück weißen Stoff mit dem DGzRS-Logo, um im Weltall für die Seenotretter Flagge zu zeigen.

„Aus dem All betrachtet, sieht man deutlich, wie sehr die Ozeane die Erde prägen. Deshalb nennen wir unseren Planeten den blauen. Die Meere verbinden Länder und Kontinente. Sie bringen Völker und Kulturen einander näher. Aber die See zu befahren, ist trotz aller technischen Entwicklung bis heute auch gefährlich. Diesen Gefahren stellen sich die Seenotretter mutig entgegen“, sagt Alexander Gerst.

Und weiter: „Raumfahrer wie mich verbindet einiges mit Seefahrern: Ohne satellitengestützte Navigation und Kommunikation ist Schifffahrt heute kaum noch vorstellbar. Satelliten helfen den Seenotrettern dabei, Schiffe in Not zu finden und Schiffbrüchige zu retten. Genau wie Astronauten sind Seenotretter für Extremsituationen ausgebildet. Auf meinen Einsatz im Weltraum habe ich mich sehr gut vorbereitet.“

Die Seenotretter bereiten sich ebenso sorgfältig auf ihre oft gefahrvollen Einsätze vor. „Falsche Entscheidungen in extremen Situationen können für sie wie für mich lebensgefährlich sein. Deshalb habe ich großen Respekt vor der Arbeit der Seenotretter. Besonders beeindruckt mich, dass ihre gesamte Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge finanziert wird. Den Seenotrettern wünsche ich vor allem das, was auch wir Astronauten uns wünschen: stets eine sichere Heimkehr!“

Zur Person
Alexander Gerst ist 38 Jahre alt und wurde am 3. Mai 1976 in Künzelsau geboren. Im Jahr 2009 wurde der Geophysiker aus mehr als 8.000 Kandidaten von der europäischen Weltraumorganisation ESA für das Astronautenkorps ausgewählt. Vom 28. Mai bis 10. November 2014 war er auf der Internationalen Raumstation ISS.

Reiste mit ESA-Astronaut Alexander Gerst ins All: die Seenotretter-Flagge.

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